Stuttgart, 06. März 2014 – Seit 2002 können Internet-Nutzer über den deutschen E-Mail-Dienst TrashMail.net kostenlos wegwerfbare E-Mail-Adresse erstellen. Der Vorteil: Anwender müssen sich bei Online-Diensten nicht mit ihrer echten E-Mail-Adresse anmelden, schützen ihre Privatsphäre und ersparen sich unzählige Spam-Mails. Das amerikanische Unternehmen Apple hat nun an das US-Patent- und Markenrechtsamt einen Softwarepatent-Antrag für einen E-Mail-Dienst mit ähnlichen Funktionen gestellt. Wird dieses Softwarepatent bestätigt, könnte das für den deutschen Dienst langfristig das Aus bedeuten.

Zehntausende von Nutzern haben den Dienst TrashMail.net, hinter dem der Stuttgarter Entwickler Stephan Ferraro steht, bereits genutzt. Dazu ist lediglich die Anmeldung auf der TrashMail.net-Webseite oder die Installation eines Browser-Add-Ons (verfügbar für Mozilla Firefox, Google Chrome, Apple Safari und Opera) nötig, danach kann man sich kostenlos bei jeder beliebigen Webseite anmelden und statt der echten E-Mail-Adresse diese temporäre E-Mail-Adresse nutzen. Eingehende E-Mails werden an die echte E-Mail-Adresse weitergeleitet und ersparen es dem Nutzer, sein echtes Mailprofil preiszugeben. In der kostenlosen Version erlaubt die Wegwerf-Adresse bis zu zehn Weiterleitungen und hat eine Gültigkeit von einem Monat. Danach wird sie gelöscht, ohne dass der Nutzer sich weiter darum kümmern muss.

Durch Apples Softwarepatentantrag könnte die Weiterführung des Dienstes TrashMail.net gefährdet sein. Denn in der EU gelten – anders als in den USA – keine Softwarepatente beziehungsweise ist es nahezu unmöglich, ein Softwarepatent anzumelden (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Softwarepatent#Europ.C3.A4ische_Union). Wird Apples Softwarepatentantrag angenommen, kämen auf TrashMail.net in Zukunft möglicherweise hohe Lizenzzahlungen an das US-amerikanische Unternehmen zu. Es müsste dann geklärt werden ob TrashMail.net von US-amerikanischen Anwendern genutzt werden dürfte. Ebenso unklar wäre für den deutschen Dienst die Gründung einer möglichen Zweigniederlassung in den USA.

Diese sehr realen Bedrohungen möchte Stephan Ferraro nicht tatenlos hinnehmen. Deshalb hat der Stuttgarter Entwickler Einspruch gegen den Softwarepatentantrag von Apple eingereicht. Der Einspruch, der den juristischen Namen „Third-Party SUBMISSION UNDER 37 CFR 1.290“ trägt, wurde von Ferraro bereits an das US-Patent- und Markenrechtsamt übermittelt. Zu den übermittelten Unterlagen zählen Presseartikel, ein Wikipedia-Eintrag, ein Auszug aus dem Internet-Archiv und ein Blogartikel über TrashMail.net.

„Ich bin leider wenig zuversichtlich, dass ich mich gegen einen so großen Konzern wie Apple wirklich zu Wehr setzen kann“, erklärt Ferraro. „Dafür ist die Rechtsprechung in den USA und Europa viel zu unterschiedlich. Aber ich möchte auf der anderen Seite auch nichts unversucht lassen, meinen E-Mail-Dienst auch weiterhin betreiben zu können."

Den Original-Softwarepatentantrag von Apple Inc. können Sie hier einsehen: http://www.google.com/patents/US20140047043

Druckfähiges Bildmaterial und die Pressemeldung zum Download finden Sie hier: https://trashmail.com/?cmd=press&lang=de

Über TrashMail.net/Ferraro Ltd.
TrashMail.net ist ein im Jahr 2002 gegründeter E-Mail-Dienst der Stuttgarter Firma Ferraro Ltd., der wirkungsvoll vor Spam-E-Mails schützt. Anwender können sich über den Dienst kostenlose Wegwerf-E-Mail-Adressen erstellen. Über diese TrashMail.net-Adresse werden alle ein- und ausgehenden E-Mails geleitet, ohne dass der Nutzer seine echte E-Mail-Adresse im Internet preisgeben muss. TrashMail.net steht sowohl als kostenfreie Version als auch als kostenpflichtige Version zur Verfügung. In der kostenfreien Version kann die erstellte TrashMail.Net-Adresse einen Monat lang genutzt werden und erlaubt bis zu zehn Weiterleitungen. In der kostenpflichtigen Version sind Nutzungsdauer und die Anzahl der Weiterleitungen unbegrenzt. Eine neue TrashMail.net-Adresse kann auf der Herstellerseite erstellt werden, alternativ stehen auch Browser-Add-Ons für Mozilla Firefox, Google Chrome, Apple Safari und Opera zur Verfügung. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.TrashMail.net.

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